Arten von Atemschutz

Atemschutzgeräte gliedern sich in Filtergeräte (abhängig von der Umgebungsatmosphäre) und Isoliergeräte (unabhängig von der Umgebungsatmosphäre):


Filtergeräte:

Es gibt Filter gegen Partikel, gegen Gase und Filter gegen Gase und Partikel.

 

Partikelfilter werden z.B.: im Strahlenschutz eingesetzt um das Einatmen von radioaktivem Staub zu Verhindern.

 

Reine Gasfilter werden bei der Feuerwehr fast nicht eingesetzt.

 

Kombinationsfilter können z.B.: bei Waldbränden eingesetzt werden, um das Einatmen von Brandrauch zu Verhindern. Dabei muss der Sauerstoffgehalt in der Umgebungsluft aber mind. 17 Vol% betragen, andernfalls müssen auch hier Isoliergeräte verwendet werden, da sonst Erstickungsgefahr besteht.


Isoliergeräte gliedern sich in nicht frei tragbare und frei tragbare Isoliergeräte:

Nicht frei tragende Isoliergeräte:

Nicht freitragbare Isoliergeräte sind Frischluftschlauchgeräte und Druckluftschlauchgeräte. Hier fördert ein Kompressor Atemluft durch einen Schlauch zum Atemschutzträger.

Verwendet werden solche Geräte z.B.: bei Schadstoffeinsätzen bei den Schutzanzüge getragen werden müssen. Der Vorteil von diesen Geräten ist eine theoretisch unbegrenzte Aufenthaltsdauer. der Nachteil ist eine nur begrenzte Bewegungsfreiheit.

 

Freitragbare Isoliergeräte:

Es gibt Behältergeräte mit Druckluft (Pressluftatmer) und Regenerationsgeräte.

Bei Pressluftatmern führt man die Atemluft komprimiert in Flaschen am Rücken mit. Sie sind die am häufigsten verwendeten Atemschutzgeräte bei der Feuerwehr. Pressluftatmer bieten eine fast uneingeschränkte Bewegungsfreiheit, haben allerdings eine beschränkte Einsatzdauer.

Sie werden in verschiedenen Variationen eingesetzt: als 200 bar oder 300 bar Geräte mit ein oder zwei Flaschen (siehe auch Luftvorrat). Pressluftatmer werden als Normaldruck- oder Überdruckgeräte ausgeführt und in Verbindung mit Vollmasken verwendet.

 Bei Regenerationsgeräten wird keine Atemluft als Vorrat mitgeführt, sondern die ausgeatmete Luft mit Sauerstoff angereichert. Sie bieten eine weit längere Einsatzdauer als Pressluftatmer, sind aber größer und unhandlicher. Sie gewährleisten eine Einsatzdauer von mehreren Stunden.

Deshalb werden sie oft bei Einsätzen in Tunneln und anderen Einsätzen, bei denen lange Anmarschwege zurückgelegt werden müssen, eingesetzt.