Dosis

Unter Dosis versteht man die gemessene Energie, die durch Strahlung auf etwas eingewirkt hat. Die Dosis wird üblicherweise in Sievert [Sv] gemessen.

Dosisleistung

Die Dosis pro Zeiteinheit ist ein Maß für die Dosisleistung eines Strahlers und wird in Sievert pro Stunde [Sv/h] gemessen.

Ein paar Werte zum Vorstellen:

Ein paar Werte im Bezug auf den Menschen:

 

letale Dosis - 7 Sv

halbletale Dosis - 4 Sv

kritische Dosis - 1 Sv

 

Erste erkennbare Schäden (z.B. Änderung des Blutbildes) treten bereits ab 250 mSv auf.

 

Grundsätzlich treten am Menschen zwei Arten von Strahlenschäden auf. Es gibt stochastische Strahlenschäden, für die es keine Dosisschwelle gibt. Sie können Veränderungen von Zellen oder verschiedene Krankheiten hervorrufen. Dies kann aber schon bei geringen oder erst bei höheren Dosen entstehen.

Es gibt aber auch deterministische Strahlenschäden, die sicher ab einer gewissen Dosisschwelle auftreten. (siehe auch Strahlenkrankheit)

 

 

Ein paar Grenzwerte:

 

Personen aus der Bevölkerung dürfen zusätzlich zur natürlichen Strahlenbelastung (durchschnitt liegt bei rund 4,3 mSv / Jahr) 1 mSv / Jahr aufnehmen, z.B. durch medizinische Anwendungen.

 

Die durchschnittliche Strahlenbelastung der österreichischen Bevölkerung setzt sich zusammen aus:

 

Inhalation von Radon und Folgeprodukten - 1,6 mSv / a

medizinische Anwendungen - 1,3 mSv / a

terrestrische Strahlung (natürlich aus Weltraum und der Erde) - 1 mSv / a

Ingestion natürlicher Radionuklide - 0,3 mSv / a

berufliche Strahlenexposition - 0,05 mSv / a

Anwendungen in Industrie und Forschung - 0,02 mSv / a

und Folgen von Tschernobyl und den Atomwaffentests - 0,01 mSv / a

 

Dies ergibt ungefähr 4,3 mSv / a.

 

 

Beruflich strahlenexponierte Personen dürfen laut Strahlenschutzgesetz etwas mehr Strahlung innerhalb eines Jahres aufnehmen:

 

Es wird unterschieden in Personen der Kategorien A und B.

Strahlenexponierte Personen der Kategorie A dürfen 20 mSv / a, in Ausnahmefällen 50 mSv / a, jedoch in 5 aufeinander folgenden Jahren nicht mehr als 100 mSv aufnehmen.

Strahlnexponierte Personen der Kategorie B dürfen 6 mSv / a aufnehmen.

Für gewisse Körperteile (Haut, Unterarme, Füße und Augenlinsen) sind höhere Dosiswerte erlaubt.

 

Fliegendes Personal zählt zu den Berufsgruppen mit der höchsten mittleren Strahlenexposition, da in zunehmender Höhe der Schutz der Atmosphäre abnimmt. Bei einer Flughöhe von ca. 10 bis 12 Kilometern herrscht  eine Dosisleistung durch kosmische Strahlung von ca. 5 µSv / h. Bei einem Transatlantikflug wird man einer zusätzlichen Strahlenbelastung von ca. 60µSv ausgesetzt. Bei Flügen über die Polkappen, wo der Schutz durch das Erdmagnetfeld abnimmt, wird man sogar 100 µSv zusätzlicher Dosis ausgesetzt.

 

Die durchschnittliche Jahresdosis von fliegendem Personal lag 2009 bei 2,35 mSv / a, um ca. 20% mehr als 2004.

(Gemessen wurden Jahresdosen zwischen 0,2 mSv / a und 7 mSv / a)

 

Kosmonauten nehmen im Inneren eines Space Shuttles sogar 100 bis

200 mSv /a auf.

 

Im freien Weltall ist man sogar einer Effektivdosis von 400 bis 500 mSv / a, bei ruhiger Sonne, ausgesetzt.

 

Bei einer Computertomographie des Bauchraumes ist man einer einmaligen Strahlenexposition von 10 - 25 mSv ausgesetzt.

 

Die Kernwaffentests fallen mit 5 µSv / a nicht mehr deutlich ins Gewicht. Allerdings war 1960 die Strahlenbelastung der Mitteleuropäer durch die Atomwaffentests höher als nach dem Unglück von Tschernobyl. Und jetzt beginnen wieder Staaten wie Nordkorea mit Atomwaffentests.