Geräte:

Die Geräte werden dem Bezirk vom Landesfeuerwehrverband zur Verfügung gestellt. Der Bezirk stationiert diese bei einer Feuerwehr, die dann für diesen Bezirk zuständig ist. Im Bezirk Neunkirchen (15) ist unsere Feuerwehr für den Strahlenschutz zuständig.

Infos zu unseren Geräten:


Automess 6150 AD 2

Das Messgerät AD 2 dient zur Messung der Dosisleistung von Gammastrahlern. Es besitzt ein innenliegendes Zählrohr, das in einem stabilen und wasserdichtem Alu - Druckgussgehäuse eingebettet ist. Je nach höhe der gemessenen Strahlung zeigt es das Ergebnis in µSv/h oder mSv/h. Es ist bis zu einer Dosisleistung von 10mSv/h geeignet. Werden kleinere Dosisleistungen als 10 mSv/h erwartet, ist das AD 2 unserem Ad 5 aufgrund des empfindlicheren Detektors vorzuziehen.

 

Es ist kombinierbar mit unseren Sonden:

 


Teletectorsonde AD-t

Teletectorsonde:

Zum Aufspüren der höchsten Dosisleistung verwenden wir eine kontinuierlich auf 4 Meter ausziehbare Sonde, um möglist weit vom Strahler entfernt messen zu können (Abstandsgesetz).

 

Wir verwenden dafür die Teletectorsonde 6150AD-t der Firma Automess.

Diese hat ein stabiles Wasserfestes Aluminiumgehäuse und besticht durch einen geringen Stromverbrauch (200 h Betrieb mit einer 4,75 V aus der Batterie des AD 5 bei geringer Dosisleistung und ohne Beleuchtung)

 

In der Sonde werden 2 Zählrohre verwendet:

  • Als Detektor für niedrigen Bereich wird ein Beta-Gamma-Endfensterzählrohr ZP1400 verwendet.
  • Als Detektor für den hohen Bereich wird ein Gammazählrohr ZP1300 Verwendet.

Es wird automatisch zwischem hohen Bereich über 2 mSv/h und niedrigem Bereich unter 2 mSv/h umgeschaltet.


Grosse Kontaminationssonde AD-k

Zum Abspüren von Personen oder Gegenständen verwenden wir die Kontaminationsmesssonde 6150 AD-k in Verbindung mit einem Messgerätes des Typs 6150 AD 2, beides von der Firma Automess.

Wir sind mit dieser Sonde in der Lage Alpha-, Beta- und Gammastrahlung zu messen, die Messung erfolgt in Ereignisse pro Sekunde.

 

Mit dieser Kontaminationsmesssonde können wir Personen und Gegenstände auf Kontamination überprüfen. Diese Sonde ist eines unserer wichtigsten "Werkzeuge", folgendes Beispiel:

Nach einem Unfall eines Transportfahrzeugs für radioaktive Stoffe gilt es nun abzuklären, ob die Transportbehälter beschädigt wurden und somit Gefahr durch Kontamination für die Einsatzkräfte besteht. Deswegen führen wir einen Wischtest an den Transportbehältern durch. Anschliesend messen wir die verwendeten Wattepads mit unserer Kontaminationsmesssonde. Danach können wir sagen, ob es an der Oberfläche der Transportbehälter radioaktive Stoffe gibt, oder nicht.

Dies ist für den weiteren Einsatz sehr wichtig, da wir den gesammten Einsatz unter Schutzbekleidung abwickeln müssen, falls es zu einem Austritt von radioaktiven Stoffen kam. Weiters müssten wir für eine Dekontamination des ev. sogar verletzten Fahrers und der eigenen eingesetzten Kräfte sorgen. Nach Dekontamination wäre wieder jede betroffene Person wieder mit dieser Sonde auf Kontamination zu messen.


Kleine Kontaminationssonde AD-17

Die Sonde 6150AD-17 der Firma Automess ist eine Alpha-, Beta- und Gammasonde und verwendet ein Geiger-Müller Zählrohr als Detektor.

Wenn die Schutzkappe abgenommen ist, reagiert die Sonde auf Alpha-, Beta- und Gammastrahlung und kann somit als Kontaminationssonde für Oberflächenkontamination verwendet werden.


Wir verwenden die kleine Kontaminationssonde hauptsächlich um Wischtests zu prüfen, sie kann aber auch z.B. an unzugänglichen Stellen zum Nachweis von Kontamination genutzt werden, wo die Kontaminationssonde AD-k zu unhandlich wäre und dadurch die Gefahr bestünde die Sonde selbst zu kontaminiren.

 

 


SSM1

Das SSM-1 wurde speziell zum Einsatz beim Militär, Feuerwehr und der Exekutive abgestimmt.

Es ist sehr robust, wasserfest und durch große Knöpfe auch im Schutzanzug einfach zu bedienen. Das Display kann bei Dunkelheit beleuchtet werden und die empfangenen Inpulse können über einen Lautsprecher hörbar gemacht werden.

 

Bei anderen Strahlenschutzgruppen des Landes Niederösterreich wird das SSM-1 in Verbindung mit mehreren Sonden auf Stativen und verbunden mit einem Computer als Portalmonitor genüzt.

Dies ermöglicht das rasche Abspüren von Personen oder Kfz. Man kann dadurch in kürzerer Zeit mehrere Personen und Kfz mit weniger Personal auf Kontamination kontrollieren.

 

Das umfangreiche Zubehör wie Umweltsonden, Flüssigkeitsonden, Luftprospektionssonden uvm. werden bei uns nicht verwendet, da wir eine andere Kontaminationssonde besitzen und für andere Sonden wie Flüssigkeitssonden auf Grund unserer vorgesehenen Tätigkeit keinen Bedarf haben.


Sammelstück für mehrere Sonden

Dient als techn. Zubehör für SSM-1


Alarmdosimeter ADOS-F

Wir verwenden als Alarmdosimeter das ADOS-F der Firma Automess. Es dient wie der Name schon sagt als Warnung für uns wenn die eingestellte Dosis erreicht wird.

Bei Einsätzen mit ionisierender Strahlung wird vom STS Grkdt immer eine Umkehrdosis befohlen, diese wird dann im Alarmdosimeter eingestellt.

 

Es gibt für gewisse Einsätze unterschiedliche Dosisgrenzwerte für die Helfer, bzw das Interventionspersonal:

 

  • 20 mSv dürfen zum Schutz von Sachwerten aufgenommen werden.
  • 100 mSv dürfen nur zur Abwehr einer akuten Gefahr für Personen oder zur Verhinderung einer wesentlichen Schadensausweitung aufgenommen werden.
  • 250 mSv dürfen nur einmal im Leben zur Rettung von Personen aufgenommen werden.

 

Bei Übungen dürfen wir max. eine Dosis von 10 µSv erreichen.


Red Eye G-10

Wir verwenden das Rad Eye G-10 der Firma Thermo Scientific für Spüraufträge bei denen es um schnelligkeit geht, da es sehr rasch reagiert.

 

Es ist ein Dosisnachweis und Dosiswarngerät. Als Detektor wird ein Geiger - Müller - Zählror verwendet. Für die Stromversorgung sorgen AAA - Batterien, es können jedoch auch Akkus verwendet werden,

 

Da es auch als Dosiswarngerät verwendet werden kann, bietet es auch einen erhöhten Schutz für uns. Wir können als Warnschwellen 1mSv, 15mSv, 100mSv und 250mSv einstellen. Somit können wir es auch als zusätzliches Alarmdosimeter verwenden.

 

Speziell bei Einsätzen mit Personenrettung ist es wichtig ein schnell reagierendes Messgerät zu besitzen, da es wichtig ist betroffene Personen rasch aus dem Gefahrenbereich zu bringen. Allerdings dürfen wir auf den Eigenschutz nicht vergessen und uns vor der Aufnahme einer zu hohen Dosis schützen. Dabei hilft uns das Rad Eye, da es schnell reagiert und uns auch noch warnt wenn wir eine zu hohe Dosis erreichen.


Persönliches Dosimeter

Unser persönliches Dosimeter ist ein Thermolumineszenzdosimeter (TLD). Es dient zur Feststellung der aufgenommenen Dosis einer Person.

Jede Person, die ionisierender Strahlung ausgesetzt ist, muss dieses Dosimeter tragen, so auch jedes Mitglied der STS - Gruppe im Einsatz oder bei Übungen mit ionisierenden Strahlern.

 

Innerhalb des orangen Gehäuses befindet sich ein auswechselbares Blättchen, das nach der Einwirkung ionisierender Strahlung (z.B.: bei der Arbeit, einer Übung, ...) in Seibersdorf ausgewärtet wird. Dabei wird genau festgestellt wieviel Strahlung genau aufgenommen wurde, und ob die vorgeschriebenen Dosisgrenzwerte der Betroffenen überschritten wurden (siehe auch Dosis - Werte zum Vorstellen).


Partikelfilter

Zum Schutz vor Inhalation verwenden wir Vollmasken mit Partikelfiltern. Diese werden stets in Verbindung mit Einwegschutzanzügen verwendet.

Der Einsatz dieser Filter ist jedoch nur bei Einsätzen mit offenen Strahlern notwendig, um uns selbst vor Kontamination zu schützen.

 

Atemschutzfilter werden unterteilt in Partikelfilter und Gasfilter. Zum Schutz vor beidem müssen Kombinationsfilter verwendet werden. Kombinationsfilter sind Partikelfilter mit anschließendem Gasfilter in einem Stück. Es gibt verschiedene Gasfilter die nur vor gewissen Gasen schützen. Deshalb muss der Einsatz von Gas- und Kombinationsfiltern auf die jeweiligen Schadstoffe abgestimmt werden.

Weiters ist beim Einsatz von Atemluftfiltern darauf zu achten, dass mind. 17% Sauerstoff in der Umgebungsluft sind, da sonst ein Ersticken droht. Bei einem niedrigeren Sauerstoffgehalt muss Isolieratemschutz eingesetzt werden (siehe auch Atemschutz).


Kontaminationsschutzanzug

Bei Einsätzen bei denen es sich um offene Strahler handeln könnte, also Gefahr besteht uns zu kontaminieren, verwenden wir Kontaminationsschutzanzüge. Dies sind Einweganzüge, werden also nach der Verwendung sachgerecht entsorgt, sie könnten ja im Zuge des Einsatzes kontaminiert worden sein.

Wir setzen diese Anzüge in Verbindung mit Atemschutzmasken und Staubfiltern ein, um uns vor Inkorporation zu schützen.

Sollten wir uns kontaminieren, so wird bei einem richtigen Ablegen (das oft trainiert werdeen muss) der Anzüge und der Masken durch Hilfe des Dekontaminationspersonales die gesammte oder zumindest die meiste Kontamination mit den Anzügen und Masken abgelegt. Eine anschließende Dusche sorgt zum Schluss noch für das entfernen einer eventuellen Kontamination die ev. beim falschen Ausziehen das Schutzanzuges passiert sein kann.


Absperrband

Zum Schutz der Zivilbevölkerung und der eigenen eingesetzten Kräfte ist es notwendig den Gefahrenbereich abzusperren und zu kennzeichnen.

Zu diesem Zweck steht uns in unserem Absperrsatz ein Absperrband zur Verfügung.

Die äußere Absperrgrenze liegt bei einer Dosisleistung von 10µSv/h (siehe auch Dosis - Werte zum Vorstellen).


Markiersatz

 

Der Markiersatz wird beim Spüren stets mitgetragen. Er enthält mehrere Holzpflöcke, Hinweistafeln, einen Stift zum Beschriften der dreieckigen ebenfalls enthaltenen Kennzeichnungstafeln für Messpunkte und gelbe Absperrbänder, sowie einen Hammer.

 

Wichtige Messpunkte werden mit dreieckigen Kennzeichnungstafeln gekennzeichnet, auf denen der gemessene Wert, die Uhrzeit und das Datum sowie die messende Gruppe eingetragen wird.


Hinweisschild Radioactive

 

Im Markiersatz befinden sich auch magnetische Hinweistafeln, die dadurch leicht auf Brandschutztüren, Kfz usw. angebracht werden können um vor der erkannten Gefahr nach einem Unfall zu warnen.


Probenentnahmesatz

 

Bei Strahlenschutzeinsätzen kann es oft notwendig sein den radioaktiven Stoff, mit dem man es zu tun hat, genau zu kennen. Dann entnehmen wir Proben um sie in einem Labor analysieren zu lassen. Wenn man den radioaktiven Stoff dann anlysiert hat, kann man geaues über Halbwertszeiten und Abklingverhalten sagen. Nach diesen Infos richten sich dann weiteren Maßnahmen der Behörden und ev. Schutzmaßnahmen für die Zivilbevölkerung.

 

Je nach Art des Einsatzes und der Bedrohung werden verschiedene Proben genommen. Die gängigsten Proben, die von uns genommen werden sind: Bewuchsproben, Bodenproben und Wasserproben.

 

Auf glatten Oberflächen können wir einen Wischtest durchführen. Dieser ist z.B. wichtig nach einem Unfall an dem Versandstücke mit radioaktivem Inhalt beiteiligt sind. Für uns ist es dann sehr wichtig fest zu stellen, ob der Behälter Schaden genommen hat und ob radioaktive Stoffe frei wurden. Wenn wir allerdings mit unseren Messgeräten das den Transportbehälter messen werden wir die restliche Strahlung messen die ohnehin aus dem Behälter kommt.

Dann führen wir einen Wischtest auf dem Behälter durch, begeben uns aus dem Strahlenbereich und können dann messen, ob das Wattepad, mit dem der Wischtest durchgeführt wurde, stärker strahlt, als die Umgebung. Ist dies der Fall, dann kam es zu einer Kontamination der Umgebung. Und somit müssen alle betroffenen Personen und die Umgebung genau überprüft werden, ob und inwie weit es zu einer Kontamination gekommen ist. Dem entsprechend müssen dann Schutzmaßnahmen zur Verhinderung einer Ausbreitung der Kontamination getroffen werden.

Stellen wir allerdings fest, dass keine radioaktiven Stoffe frei wurden,reicht es vollkommen aus den Bereich mit erhöter Strahlung abzusperren.

 

Unser Probenahmesatz beinhaltet alle wichtigen Instrumente um die gängigsten Proben durchführen zu können:

 

z.B.:

  • leere Flaschen für Wasserproben
  • ein Schere zum Abschneiden des Bewuchses für Bewuchsproben
  • eine kleine Schaufel für Bodenproben
  • Wattepads für den Wischtest
  • Gefrierbeutel mit Zib zum Verpacken der Proben
  • Einweghandschuhe zum Schutz vor Kontamination für uns
  • Stifte und Etiketten zum Beschriften der Proben

 

 


Dekosprüher

 

Der Deko Sprüher dient z.B. um geringe Kontaminationen von Kfz gleich vor Ort abwaschen zu können und somit eine Verschleppung radioaktiver Partikel zu verhindren. Bei stärkeren Kontaminationen wird dieses Gerät alleine nicht mehr ausreichen, dann benötigen wir die Hilfe einer Dekogruppe.


Tragetücher

 

Wird verwendet um rasch verletzte Personen aus dem Gefahrenbereich zu bringen.

Einwegtragetücher:

Werden verwendet um rasch kontaminierte Verletzte aus dem Gefahrenbereich zu bringen, es wird bei der Dekontamination des Verletzten entsorgt.

 

Die Dekontamination von Verletzten wird nicht von der Feuerwehr durchgeführt, wir arbeiten hier mit anderen Institutionen wie dem Roten Kreuz oder dem Österreichischem Bundesheer zusammen.

 

Die Dekontamination von verletzten Personen ist ein sehr heikles und spezielles Unternehmen, siehe Dekontamination verletzter Personen


Strahlenschutzmappe

 

In unsere STS Mappe finden wir leere Formulare und Messprotokolle. Außerdem ist sie unser "schlaues Buch", in dem wir Infos nachschlagen können, und unser Grpkdt findet zahlreiche Kontakte zu Firmen und deren Strahlenschutzbeauftragten, sowie viele für den Einsatz notwendige Daten und Infos.


GPS

 

Wir verwenden das GPS zur genauen und einheitlichen Angabe von Messpunkten oder Probeentnahmestellen, die dann wieder schnell und präzise, auch von anderen Personen, zu Vergleichsmessungen oder zur Entnahme von Vergleichsproben gefunden werden können.

 

Es ist in entlegenen Gebieten unumgänglich (z.B. bei der Dokumentation eines Einsatzes nach einem Satelitenabsturz in bewaldetem Gebiet).