Halbwertszeit:

Es gibt zwei Arten von Halbwertszeiten im Strahlenschutz:

 

Wenn man von der Halbwertszeit spricht meint man üblicherweise die physikalische Halbwertszeit. Darunter versteht man jene Zeit, die ein radioaktiver Stoff benötigt, um soweit zu zerfallen, bis nur mehr die "Hälfte der Strahlung" über ist.

Radionuklide (radioaktive Stoffe) senden (vereinfacht erklärt) Teile von ihren Atomen aus, die wieder ander Atome treffen und somit stören und umwandeln. Das heißt ,bildlich gesprochen, diese Stoffe verändern sich, und wandeln sich immer mehr in andere Stoffe um. Diese können wieder radioaktiv sein, dann geht dieses Spiel weiter, bis am Ende ein Stabiler Stoff über bleibt. Das ist dann in den meisten Fällen Kohlenstoff (CO).

Irgendwann ist ein Radionuklid dann soweit zerfallen, dass nur mehr die Hälfte des ursprünglichen Stoffes über ist und somit auch seine Aktivität auf die Hälfte gesunken ist. Die bis zu diesem Zeitpunkt benötigte Zeit bezeichnet man als physikalische Halbwertszeit.

 

Sprechen wir im Strahlenschutz von der biologischen Halbwertszeit, so meinen wir jene Zeit, die ein radioaktiver Stoff, der von einem Lebewesen aufgenommen wurde, benötigt um wieder zur Hälfte ausgeschieden oder abgebaut zu werden. Es gibt daher vershiedene Halbwertszeiten für Menschen, Tiere und Pflanzen.

Menschen oder Tiere können Radionuklide durch den Stoffwechsel teilweise sehr rasch wieder ausscheiden, während sie in Pflanzen oft länger enthalten bleiben. Es gibt für jedes Radionuklid in jedem Lebewesen andere biologische Halbwertszeiten.