Was ist ionisierende Strahlung?

Als ionisierende Strahlung bezeichnet man jede Teilchen- oder elektromagnetische Strahlung, die aus Atomen oder Molekülen Elektronen entfernen kann, so dass positiv geladene Ionen oder Molekülreste zurückbleiben (Ionisation).

 

Ionisierende Strahlung kann von radioaktiven Stoffen ausgehen. Diese wird oft umgangssprachlich als radioaktive Strahlung bezeichnet, doch physikalisch ist das falsch. Es gibt keine radioaktive Strahlung, nur ionisierende- oder nicht ionisierende Strahlung. Strahlung geht von radioaktive Stoffen aus, ist jedoch nicht selbst radioaktiv.

Oft wird dieser Begriff in den Medien falsch erwähnt. Wenn man z.B. im Radio hört, dass radioaktive Strahlung frei wurde, muss man sich erst überlegen, ob nur Strahlung frei wurde oder radioaktive Stoffe frei wurden.

Dies macht einen großen Unterschied: Wenn nur Strahlung frei wurde, so betrifft dies nur die nähere Umgebung (Abstandsgesetz) und die davon ausgehende Gefahr bleibt relativ gering. Wurden jedoch radioaktive Stoffe frei, so kommt es meist zu einer Ausbreitung der Kontamination und die Gefahr wird größer, je nachdem wieviel frei wurde, und wie weit sich diese Stoffe ausbreiten können. Dies kann dann eine große Gefahr für Mensch und Umwelt bedeuten.

 

Ionisierende Strahlung unterscheidet man in: