Strahlenquellen:

Grundsätzlich unterscheiden wir in geschlossene und offene Strahlenquellen.

 

Geschlossene Strahler sind künstlich eingegossene Isotope, die meist in der Industrie Anwendung finden (z.B.: zum Prüfen von Schweißnähten oder der Papierstärke). Von umschlossenen Strahlern geht keine Gefahr der Kontamination aus, man kann sich daher relativ einfach durch genügend Abstand schützen (siehe auch Abstandsgesetz und 3-A-Regel).

 

Offene Strahler sind nicht umschlossene radioaktive Stoffe die sich dann leicht ausbreiten können. Von offenen Strahlern geht eine größere Gefahr als von umschlossenen Strahlern aus, da man sich vor Kontamination und Inkorporation schützen muss.

 

Es wird auch in natürliche und küstliche Strahlenquellen unterschieden.

 

nätürliche Strahlung:

Der Mensch ist ständig einer natürlichen Umgebungsstrahlung ausgesetzt, diese setzt sich aus der Strahlung aus dem Weltraum (kosmische Strahlung) und der Strahlung aus radionukliden in der Erde (terrestrische Strahlung) zusammensetzt. Es handelt sich dabei hauptsächlich um Gammastrahlung. (siehe auch natürliche Strahlenbelastung der Bevölkerung in Österreich)

 

Qeullen natürlicher Strahlung sind z.B.:

Radon: Radon ist ein natürliches Gas, das aus dem Boden strömt. Wenn es eingeatmet wird wird der Körper auch durch Alpha- und Betastrahlung belastet.

Uran: kommt z.B. im Gestein oder in Kohle vor.

 

10 000 Tonnen Uran und 25 000 Tonnen Thorium werden weltweit jährich durch die Stromerzeugung mit Kohle freigesetzt.

 

Natürliche Radionuklide können in Aufbereitungsanlagen zu künstlichen Strahlern aufbereitet werden, die dann z.B. in Kernkraftwerken eingesetzt werden.

 

künstliche Strahlung:

Der größte Teil der künstlichen Strahlenbelastung der Bevölkerung besteht durch medizinische Strahlenexposition, wie z.B. durch Röntgenuntersuchungen und Computertomogfaphien.

Künstliche Strahlung kann in niedrigen Energiebereichen durch Strom erzeugt werden. Dies wird z.B. in Röntgenapparaten verwendet und ist nur bedingt gefährlich, da sie einfach zu kontollieren ist: Ist der Strom weg, ist auch die Strahlung aus.

 

Künstlich aufbereitete Strahler findet man z.B. in Kernkraftwerken und Atombomben. Von diesen Strahlern geht dann eine größere Gefahr aus, da sie meist eine relativ hohe Aktivität haben.

Sie werden aber auch in der Industrie hauptsächlich als umschlossene Strahler verwendet, die meist nur geringste Mengen eines bestimmten radioaktiven Isotopes enthalten und dadurch auch meist weniger ionisierende Strahlung abgeben. Diese geschlossenen Strahlenquellen sind sehr sicher in der Handhabung, da man sie genau berechnen kann und sich leicht durch Abstand schützen kann. Sie befinden sich meist in stark abschirmenden Behältern und werden oft nur kurz ausgefahren um die gewünschten Messungen oder Prüfungen vorzunehmen.