Wozu gibt es Strahlenschutzgruppen bei der Feuerwehr?

Die Strahlenschutzgruppen kommen zum Einsatz, wenn freiwillige Feuerwehren im Einsatz mit radioaktiven Stoffen konfrontiert werden.

Dafür kann zum Beispiel ein Verkehrsunfall mit einem Gefahrguttransport der Klasse 7 der Anlass sein. In diesem Fall kann der Einsatzleiter der örtlichen Feuerwehr die Strahlenschutzgruppe anfordern. Da die Strahlenschutzgruppe ein Sonderdienst ist, untersteht sie dem NÖ Landesfeuerwehrverband. Der Einsatz dieses Sonderdienstes muss daher vom NÖ Landesfeuerwehrkommando genehmigt werden, dies geschieht aber relativ unbürokratisch und rasch, um schnell helfen zu können.

Bei so einem Unfall liegt es an der Strahlenschutzgruppe festzustellen, ob Gefahr durch radioaktive Stoffe besteht, ob die Einsatzkräfte der örtlichen Feuerwehr und am Unfall beteiligte Zivilisten kontaminiert wurden, ob diese Strahlung ausgesetzt waren und wenn ja, wieviel.

Die Strahlenschutzgruppen sind zur Unterstützung der örtlichen Einsatzleiter durch ihr Fachwissen und ihre spezielle Ausrüstung gedacht. Die Hauptaufgabe der Strahlenschutzgruppen ist dabei immer der Eigenschutz der eingestzten Kräfte der Feuerwehr, die die Gefahr durch vorhandene radioaktive Stoffe nicht selbst einschätzen können.

Mitglieder von Strahlenschutzgruppen benötigen viel naturwissenschaftliches Interesse, sowie mehrtägige Spezialkurse, um ihren Dienst versehen zu können.

Es werden mindestens zwei Übungen mit echten Strahlern auf Landesebene abgehalten. Dabei können die Mitglieder der Strahlenschutzgruppen ihr Wissen auffrischen und den Umgang mit den Messgeräten durch echte Strahlenquellen perfektionieren.

Es ist nicht selbstverständlich, dass Strahlenschutzgruppen mit echten Strahlenquellen üben können. Es gilt die strengen Bestimmungen des Strahlenschutzgesetzes stets einzuhalten. Deshalb bedürfen solche Übungen einer langen Vorbereitung mit zahlreichen Verhandlungen und Genehmigungen. Daher üben wir oft mit Gastgruppen z.B.: von Polizei und Rotem Kreuz. Davon profitiert wieder die Zusammenarbeit unter den Organisationen.