T1 Fahrzeugbergung

Am 23. Jänner wurden wir zur Unterstützung der FF Raglitz mittels Wechsellader zu einer Fahrzeugbergung auf die Mollramer-Kreuzung alarmiert. Detaillierter Bericht auf einsatzdoku.at


Jahresrückblick 2017


Unterabschnittsübung in Würflach

Am vergangenen Samstag fand die diesjährige UA-Übung des UA 3 Hohe Wand in Würflach statt. Gemeinsam mit dem RK-Neunkirchen wurde der Ernstfall im Gemeindeamt in Würflach geübt. Übungsannahme war eine Heizkesselexplosion im Keller des Gemeindeamtes wodurch 4 Personen in den Kellerräumlichkeiten verletzt wurden bzw. Rauchgasvergiftungen erlitten. Durch die Explosion sowie dem Brand kam es zum Einsturz des Stiegenhauses sowie zur starken Rauchentwicklung in den angrenzenden Räumlichkeiten. Im selbigen Gebäude befindet sich der Kindergarten, der Hort wie auch die Bibliothek. Annahme war ein normaler Nachmittag während der Woche wo sich in allen 3 Räumlichkeiten Kinder bzw. Jugendliche aufhalten. Die 25 Statisten wurden von Kindern der VS-Würflach, der FF-Jugend Würflach-Hettmannsdorf und Willendorf sowie Jugendliche aus dem Ort gespielt.

 

Um 15:30 wurde durch die BAZ Neunkirchen eine stille B2 – Alarmierung für dieses Objekt ausgelöst. Hierbei wurden neben den Feuerwehren des UA 3 Hohe Wand (FF Willendorf, FF Willendorf-Dörfles, FF Höflein a.d. Hohen Wand, Grünbach-Schrattenbach) auch noch die FF St.Egyden/Steinfeld-Gerasdorf, die FF Ternitz-Raglitz, sowie der Steig Ternitz-St.Johann alarmiert. Zeitgleich setzten sich auch 3 Fahrzeuge des RK-Neunkirchen in Richtung des Einsatzobjektes in Bewegung. Nach der Erkundung durch den Einsatzleiter wurde sofort mit einem Innenangriff unter schweren Atemschutz begonnen um in den stark verrauchten Kellerräumen die vermissten Personen zu suchen. Die nach und nach eintreffenden Feuerwehren unterstützten die ortsansässige Feuerwehr mit zusätzlichen Atemschutztrupps sowie mit der Brandbekämpfung und Evakuierung. Die Kinder, die zu diesem Zeitpunkt noch immer in den darüber liegenden Räumen eingeschlossen waren, wurden nach und nach, zum Teil mit Fluchthauben zum Teil über Leiter in Sicherheit gebracht und den warteten Eltern übergeben. Für die Kinder in der Bücherei, welche direkt unter dem Dach untergebracht ist, blieb aufgrund des eingestürzten Stiegenhauses nur der Weg durchs Fenster. Die Kinder wurden mittels Steig Ternitz-St.Johann sicher nach unten befördert. Die 4, zum Teil schwer verletzten Personen wurden nach deren Rettung dem RK zur Erstversorgung übergeben. Nach rund 1 Stunde konnte „Brand Aus“ geben werden.

 

Nachdem alle eingesetzten Geräte versorgt waren, wurde im Feuerwehrhaus Würflach-Hettmannsdorf die Übungsnachbesprechung abgehalten.

 

Ein besonderer Dank gilt auf diesem Wege dem Roten Kreuz Neunkirchen, sowie den Kindern die sich bereit erklärt haben, an dieser Übungen teil zu nehmen und somit für eine möglichst reale Übungsatmosphäre gesorgt haben.


Finnentest 2017

Als Pilotprojekt wurde von uns der Finnentesttag des UA-3 Ternitz ins Leben gerufen. Unter Ausarbeitung von ATS SB Lass Roman und den anderen Sachbearbeitern des Unterabschnittes fand dieser dann nach wochenlangen Vorbereitungen, am 27. Mai bei uns im Gerätehaus statt. Die Veranstaltung fand regen Andrang und so konnten insgesamt 27 Kameraden aus den Wehren Grünbach-Schrattenbach, Höflein, Willendorf, Dörfles und Würflach-Hettmannsdorf ihre Atemschutztauglichkeit unter Beweis stellen. 

 

Atemschutztauglichkeit:

 

Nach der Systemumstellung im heurigen Jahr muss jeder ATS-Träger jährlich einen Leistungstest absolvieren um tauglich geschrieben zu werden.

 

Dazu stehen zur Auswahl:

Cooper Test (Laufen, je nach Alter in 12 Minuten eine gewisse Distanz)

Fahrrad Fahren (am Ergometer bei 175W für 6 Minuten bei 60U/min)

Finnentest:

 

Ablauf: Der Finnentest ist ein genormter und wissenschaftlich evaluierter Leistungstest für Atemschutzgeräteträger. Dieser wird in vollständiger Einsatzbekleidung über fünf Stationen mit zeitlicher Kontrolle der zu bewältigenden Aufgaben durchgeführt. Die wissenschaftliche Grundlage bietet eine Studie von Louhevaara (Development and evaluation of a test drill for assessing physical work capacity of fire-fighter. Internation J of Industrial Ergonomics 1994;13:139-146).

 

Organisation: Die örtliche Feuerwehr ist für die Organisation der fünf Stationen, der örtlichen Voraussetzungen sowie der Ausrüstungsgegenstände verantwortlich. Kriterien: Alle Stationen sind in voller Einsatzbekleidung mit Atemschutz in unmittelbarer Folge in einer Gesamtzeit von 14,5 Minuten zu absolvieren. Falls ein Feuerwehrmitglied unter dem Limit absolviert, kann die verbleibende Zeit als Erholungszeit genutzt werden.

 

Station 1:

 

Gehen mit und ohne Kanistern

eine Wegstrecke von 100 Meter zurückgelegt.

Direkt anschließend weitere 100 Meter mit 2 Kanister à 16,6 kg

 

Zeitlimit 4 Minuten.

 

 

Station 2:

 

Stiegen steigen

90 Stufen hinauf

90 Stufen hinunter

 

 

Zeitlimit 3,5 Minuten

 

Station 3:

 

Bewegen eines liegenden LKW-Reifens mittels Hämmern

betonierte ebene Fläche

Distanz über 3 Meter

Hammer 6 kg

Reifen (47 kg)

 

Zeitlimit 2 Minuten

 

 

Station 4:

 

Unterkriechen – Übersteigen von Hindernissen

Länge der Bahn 8 Meter

3 Hindernisse

Hindernishöhe 60 cm

Abstand der Hindernisse 2 Meter 

Breite der Hindernisbahn 2 Meter

2 Wendebojen (1 jeweils 2 Meter vor Hindernis)

Durchlaufen von 3 Runden

 

 

Zeitlimit 3 Minuten

Station 5:

 

C-Druckschlauch einfach rollen

Rollen von einem C52 Druckschlauch (15 Meter)

Während des Rollens darf sich das andere Ende nicht von der Stelle bewegen. (man bewegt sich auf Schlauchende zu)

 

Zeitlimit 2 Minuten


T2 Menschenrettung Klamm

Am Mittwochnachmittag (24.05.2017) ereignete sich auf einem Zufahrtsweg zur Johannesbachklamm ein Verkehrsunfall mit Personenschaden. Der Lenker eines Getränke Lkws kam aus noch unbekannter Ursache von dem unbefestigten Zufahrtsweg über Greith kommend ab und stürzte seitlich in das Bachbett.

Während der Lenker mit leichten Verletzungen vom Roten Kreuz, welches mit einem NEF und RTW vor Ort war, versorgt und ins Krankenhaus gebracht werden musste, blieb der Beifahrer unverletzt. Erheblich schwieriger gestaltete sich für die insgesamt vier alarmierten Feuerwehren aus Höflein, Willendorf, Grünbach Schrattenbach und Würflach Hettmannsdorf die Bergung auf der schmalen und unbefestigten Schotterzufahrt. Mittels Seilwinden wurde das Schwerfahrzeug zuerst gesichert und in weiterer Folge aufgerichtet und aus dem Bachbett geborgen.

Anschließend wurden die Getränkekisten, Glas und Gasflaschen aus dem Bach und dem Böschungsbereich eingesammelt und geborgen. Nach rund 3 Stunden konnte der Einsatz abgeschlossen werden.

 

Text & Fotos: einsatzdoku.at